Pflegewohnstift City-Quartier Potsdam

Pflegeheim: Kosten und Finanzierung

Wie setzen sich die Pflegeheimkosten zusammen?

Die Kosten der stationären Pflege sind grundsätzlich in folgende Positionen unterteilt:

  • Pflegesatz: Mit ihm werden die Pflege und die soziale Betreuung finanziert. Der Pflegesatz wird nach Pflegegraden differenziert
  • Kosten für Unterkunft und Verpflegung: Das Entgelt für Unterkunft und Verpflegung (sogenannte „Hotelkosten“) umfasst unter anderem die Nebenkosten für das Apartment und die Zubereitung und das Bereitstellen von Speisen und Getränken. Zusätzlich in allen DSG-Pflegewohnstiften mit inbegriffen ist die Bereitstellung von Bettwäsche und Handtüchern sowie die Reinigung der Zimmer
  • Investitionskosten: Die Investitionskosten sind die Kosten, die dem Träger von Pflegeeinrichtungen im Zusammenhang mit Herstellung, Anschaffung und Instandsetzung von Gebäuden und der damit verbundenen technischen Anlagen entstehen

Beispielrechnung für die stationäre Pflege mit dem Pflegegrad III (bei durchschnittlich 30,42 Tagen):

 pro Tag pro Monat
Pflegesatz54,47 € 1.656,98 €
Unterkunft 13,98 € 425,27 €
Verpflegung 5,00 € 152,10 €
Investitionskosten17,94 € 545,73 €
Gesamt91,39 € 2.780,08 €
Zuschuss der Pflegekasse 1.262,00 €
Eigenanteil 1.518,08 €

Wichtig: Diese Aufstellung ist nur beispielhaft. Für ein konkretes Angebot, das Ihre persönlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt, können Sie sich gerne an die Verwaltung des gewünschten Pflegeheimes wenden.

Seit dem Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes II am 01.01.2017 ist der Eigenanteil, also der von Ihnen selbst zu tragende Anteil der Pflegeheimkosten, in den Pflegegraden 2-5 (bis auf geringe Cent-Differenzen) gleich. Somit werden Sie auch dann nicht finanziell schlechter gestellt, wenn Sie in einen höheren Pflegegrad hochgestuft werden. Der Eigenanteil bei Pflegegrad 1 ist für einen Heimplatz höher als in den anderen Pflegegraden. Das ist politisch gewollt, da Menschen mit Pflegegrad 1 vorrangig zu Hause ambulant gepflegt werden sollen.

Die Höhe der Leistungen aus der Pflegeversicherung richtet sich nach den Pflegegraden und wird, unabhängig von eigenen finanziellen Mitteln, gewährt. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung.

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten des pflegebedingten Aufwands je nach Pflegegrad bis zu folgenden Beträgen:

Pflegegrad 1125 Euro
Pflegegrad 2770 Euro
Pflegegrad 31.262 Euro
Pflegegrad 41.775 Euro
Pflegegrad 52.005 Euro

Sollte der Höchstbetrag für die Sachleistungen (also für den pflegebedingten Aufwand) nicht ganz ausgeschöpft werden – z. B. weil der pflegebedürftige Bewohner längere Zeit im Krankenhaus war – kann der verbleibende Restbetrag auch für die Kosten für Unterkunft und Verpflegung genutzt werden.

Gem. §92c SGB XI bezieht sich der einrichtungseinheitliche Eigenanteil (EEE) in der vollstationären Pflege auf den pflegebedingten Aufwand (Pflegeentgelt) der Pflegegrade 2 bis 5.

Achtung: Wenn Sie anspruchsberechtigt auf Leistungen der Beihilfestelle sind, geben Sie diese Information unbedingt beim Beratungsgespräch mit an. Die Beihilfestelle übernimmt i. d. R. einen Teil der Kosten der Pflegekasse.

Wer kommt für die Kosten auf, wenn meine Rente nicht ausreicht?

Niemand muss aus finanziellen Gründen auf die Sicherheit einer 24 –Stunden-Betreuung verzichten, wenn es einen entsprechenden Bedarf gibt.

Wie bereits beschrieben, übernehmen die Pflegekassen einen Teil der Gesamtkosten. Für den Rest muss zunächst der oder die Pflegebedürftige aufkommen. Wenn Vermögen oder monatliches Einkommen nicht ausreichen, zahlt der Sozialhilfeträger den Betrag, den der Pflegebedürftige selbst nicht aufbringen kann plus einen Barbetrag (“Taschengeld”) zur persönlichen Verfügung.

Wichtig: Der Antrag muss frühzeitig bei dem zuständigen Sozialhilfeträger gestellt werden, das heißt vor dem Einzug ins Pflegeheim bzw. bevor das Vermögen aufgebraucht ist.

Die Leistungsberechtigten müssen allerdings nicht ihr komplettes Vermögen aufbrauchen, es besteht Anspruch auf ein Schonvermögen. Wie hoch dieses ist und weitere wichtige Informationen zum Thema Sozialhilfe finden Sie hier!

Muss ich mich als Angehöriger an den Heimkosten beteiligen?

Bevor das Sozialamt Sozialhilfe leistet wird geklärt, ob nahestehende Personen unterhaltspflichtig gegenüber dem Leistungsberechtigten sind. Dies regelt der sogenannte “Elternunterhalt” nach §§ 1601 ff BGB.

Das Sozialamt darf die Einkommens- und Vermögensverhältnisse prüfen und sich diese offenlegen lassen. Bei einer vorliegenden Leistungsfähigkeit des Kindes oder der Kinder, wird ein sogenannter “angemessener Selbstbehalt” berechnet.

Weitere Informationen dazu finden Sie in dem folgenden Artikel auf BILD online (für die Richtigkeit der Angaben können wir aber keine Gewähr übernehmen): bild.de/ratgeber/leben-und-wissen-verbraucherportal

Tipp: Kostenloses Beratungsgespräch

Die Finanzierung eines Pflegeheimplatzes ist auf den ersten Blick sehr komplex – vor allem, wenn man sich zum ersten Mal damit beschäftigt. Wir erklären Ihnen aber gerne bei einem persönlichen Beratungsgespräch, was alles beachtet werden muss und unterstützen Sie bei der Antragsstellung. Vereinbaren Sie einfach einen Termin bei einem DSG-Pflegeheim in Ihrer Nähe!

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Leitfaden für Angehörige von Menschen mit Demenz in der häuslichen Umgebung

Bewährte Handlungsmöglichkeiten für den Alltag – für ein besseres Zusammenleben mit Menschen mit Demenz

Den kompletten 22-seitigen „Leitfaden für Angehörige von Menschen mit Demenz in der häuslichen Umgebung“ können Sie hier gratis ansehen und herunterladen